Sylt – frisches Nordseeflair mit einer Prise Luxus

„Es gibt kaum etwas so Schönes, wie in den Dünen zu liegen und faul zu sein (…).
Oben am Himmel, zu dem man emporblinzelt, wandern die eiligen Wolken,
wandern, wandern. Drunten, fern, spricht immerzu das Meer
und nahe singt über das Dünengras hin und her der Dünensand sein Lied.
Die Luft tut so gut in der Brust wie ein stärkender Trank,
das Blut geht ruhig und stark, das Leben ist schön und der Alltag so weit.“ Hans Fallada (1927)

Wer nur einmal die nordfriesische Inselt Sylt besucht hat, wird dem Schriftsteller eifrig beipflichten. Als ich auf meiner Interrail-Reise Westerland mit dem Zug erreicht hatte, war ich, um es in Worte zu fassen, wieder zu Hause angelangt. Ich hatte bereits unzählige einmalige Erlebnisse auf meiner Lieblingsinsel erlebt: meine ersten Autofahrstunden auf einem Schotterparkplatz, unglaubliche Sonnenuntergänge mit Möwen im Fokus, „Sun-Downer“ Cocktails in der Sansibar oder einfach Eins mit der Natur sein.

Meine Sylt-Euphorie verdanke ich wohl den sympathischen reetgedeckten Häusern der Insel. Die Reet-Dachdeckerei gilt als eine der ältesten Handwerkstechniken beim Hausbau und ist auch heute noch äußerst beliebt. Überall quer verteilt auf Sylt sieht man kleine nette Häuschen mit Schilfdächern.

Die naturbelassenen Strände, übersäht mit friesischen Strandkörben, lassen mich schmunzeln. Hundestrände gibt es viele, wobei auch das ein oder andere Schaf gerne mal vorbeischaut.

Wenn man kein Freund von Spaziergängen ist –  sowie ich – dann gibt es eine Alternative. Die Möglichkeit besteht, sich auf Sylt Räder günstig auszuleihen, um zu abgelegenen Strandplätzchen zu gelangen oder die Heide und Dünenlandschaft zu erforschen. Mein Tipp wäre es, das Rote Kliff bei Sonnenuntergang zu besuchen. Der Weg, den Sie dort zurücklegen, ist romantisch und stimmungsvoll bei der Dämmerung. Sie durchqueren die Heide über dem Kliff hauptsächlich auf Holzübergängen – der Weitblick aufs Meer inklusive.  Zu guter Letzt wartet eine gemütliche, aber auch stylische Einkehr mit vorzüglichen Cocktails und Longdrinks.

Der beliebte Wonnemeyer am roten Kliff.

Diese Location muss auf Ihrer To-do-Liste stehen. Die Speisekarte strotzt nur so vor frischen Meeresfrüchten, wobei die Currywurst auch sehr empfehlenswert ist. Der Sonnenuntergang, den man dort zu angenehmer Lounge Musik erlebt, ist phänomenal.
Man muss bemerken, dass dieses Bild kurz vor 23 Uhr aufgenommen wurde.
Eine weitere kulinarische Erfahrung hat mir Gosh ermöglicht. Jürgen Gosh hatte sein erstes selbst verdientes Geld im Alter von vier bis fünf Jahren beim Krabbenpulen verdient, in seiner Jugend habe er Kupfer und Schrott auf einer Mülldeponie gesammelt. Im Jahr 1966 kam er im Auftrag einer Baufirma erstmals nach Sylt, wo er nebern der Arbeit als Maurer nach Feierabend aus einem „Bauchladen“ Fisch verkaufte. Heute verfügt er über elf Betriebe auf Sylt und 20 Franchise-Nehmer in ganz Deutschland sowie einen Onlineversandt.
Meine Empfehlung: Thainudeln alla Gosh Wanderlust gepackt?

By |2018-07-29T09:22:00+00:00April 23rd, 2018|News & Announcements, Städtetrip, Sylt, Travel|0 Comments